Naturschutzinitiative in Grünwettersbach

Neue Habitate für erdnistende Wildbienen + Zauneidechsen

Foto: NABU Karlsruhe, R. Majer-Abele:  Ehrenamtliche Helfer + Mitarbeiter des Amtes für Umwelt- und Arbeitsschutz Karlsruhe legen in der Wingertgasse in Grünwettersbach Hand an.
Foto: NABU Karlsruhe, R. Majer-Abele: Ehrenamtliche Helfer + Mitarbeiter des Amtes für Umwelt- und Arbeitsschutz Karlsruhe legen in der Wingertgasse in Grünwettersbach Hand an.

 

In Grünwettersbach wurden Ende April auf Initiative des Amtes für Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe unweit des Fernmeldeturms neue Nistmöglichkeiten für Wildbienen geschaffen. Gleichzeitig entstand dort ein attraktives Habitat für Zauneidechsen.

 

Mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern, unter anderem des NABU Karlsruhe, des Netzwerkes NATUR Bergdörfer, des Mountainbike-Clubs Karlsruhe und des ortsansässigen Landwirtes, wurde an der Wingertgasse eine Grasnarbe im Steilbereich einer Böschung mit Schaufeln und Spaten entfernt. Den dadurch frei gewordenen Rohboden können heimische Wildbienen ab sofort als Nestplatz verwenden. Der Standort erfüllt die Bedürfnisse der Bienen optimal: Er ist sonnig und befindet sich an einer geschützten und trockenen Stelle mit sandigem bzw. gut grabbarem Substrat.

 

Foto: Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz KA:  Die Mühe hat sich gelohnt! Für Wildbienen, Zauneidechsen + Schmetterlinge wurde ein neues Habitat geschaffen.
Foto: Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz KA: Die Mühe hat sich gelohnt! Für Wildbienen, Zauneidechsen + Schmetterlinge wurde ein neues Habitat geschaffen.

Obstbäume und Blühpflanzen auf den umliegenden Streuobstwiesen sorgen für ein stetiges Nahrungsangebot, mit dem die Wildbienen sich selbst und ihre Nachkommen ernähren können.

 

Ca. 75 Prozent der heimischen, nestbauenden Bienenarten nutzen den Erdboden als Nistplatz. Häufige erdnistende Arten sind Sandbienen, Langhornbienen, Seidenbienen und Furchenbienen. Die Tiere graben einen Nestgang in die Erde hinein und legen am Ende des Gangs ihre Brutzellen an.

 

Auch Reptilien wie die Zauneidechse können von diesen offenen, sich erwärmenden Strukturen des Standorts profitieren.

Das wurde auch während des Arbeitseinsatzes deutlich, als sich den Helfern gleich zwei Zauneidechsen zeigten. Um die Tiere zu unterstützen, legten die Helfer auf dem frei gelegten Erdboden mehrere flache Steinhaufen mit ausreichend viel Hohlräumen an, die den Reptilien ein attraktives Domizil bieten, sich aber auch als geeigneter Sonnenplatz für Schmetterlinge eignen.

 

 Fotos: R. Majer-Abele:Flache Steinhaufen mit ausreichend viel Hohlräumen bieten Zauneidechsen ein attraktives Domizil. Diese Zauneidechse zeigte sich den Helfern des Arbeitseinsatzes.

 

 

Text: Ralf Majer-Abele

 

Die Aktion wurde auch in einem Artikel der Lokalzeitung Wettersbach beschrieben:

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