Amphibien im Weiherwald

Aus einem ehemaligen Kiesabbaugebiet wurde in den 70ger Jahren eine Feuchtbiotoplandschaft mit unterschiedlich großen Weihern und Tümpeln, welche zum Teil über ein Grabensystem reguliert werden können. Manche mit viel Wasser- bzw. Ufervegetation, manche mit minimaler und mit stark schwankenden Wasserständen bis zum kompletten Trockenfallen. Dies ermöglicht einer großen Anzahl an unterschiedlichen Amphibienarten  optimale Laichbedingungen. 10 Arten kommen im Weiherwald vor:

 

Springfrosch, Grasfrosch, Laubfrosch, Teich-und Seefrosch, Erdkröte, Knoblauchkröte

Bergmolch, Teichmolch, Kammmolch

Der Amphibienschutz, den das Umweltamt Karlsruhe im Weiherwald mit Unterstützung von ehrenamtlichen Helfern betreibt, besteht aus folgenden Elementen:

1.)

Management und Optimierung der Laichgewässer: Wasserstandsregulierung (Kontrolle durch die NABU Schutzgebietsbetreuer C. Buchta und P. Thomas),

Vermeidung von Verbuschung und Verschlammung (Pflegemaßnahmen der Stadt Karlsruhe)

2.)

Hilfen bei der Wanderung zum Laichgewässer durch gezielte Straßensperrungen

diese wird von der unabhängigen Amphibienschutzgruppe, die aus einer Eigeninitiative in den 80ger Jahren entstand, in Kooperation mit dem Umweltamt Karlsruhe organisiert

3.)

Beobachtung und Analyse der Artenentwicklung, um Maßnahmen entsprechend anzupassen (NABU und Amphibienschutzgruppe)

4.)

Anwohnerinformation und Bildungsangebote rund um Amphibien

(organisiert vom NABU) - dazu gehören

  • Nacht-Touren zur Amphibienwanderzeit
  • Froschstimmen Touren
  • Das "Froschdiplom":  Workshop, um heimische Amphibien bestimmen zu können
  • ein regelmäßig erscheinenender E-mail Newsletter "Frosch-News" kann unter info-weiherwald@NABU-KA.de bestellt werden
  • aktuelle Informationen (z.B. zur Jungkrötenwanderung) an der Schautafel oder auf der Website "Weiherwald, Karlsruhe" bei naturgucker.de

Falls Sie sich näher für das Thema Amphibien im Weiherwald interessieren, nehmen Sie gerne mit uns Kontakt über die oben angegebene E-mail Adresse auf.

 

Text und Bilder: Cornelia Buchta