Gelbbauchunken in Grünwettersbach

 

Die Gelbbauchunke bevorzugt für die Ablage ihres Laichs temporär wasserführende Kleingewässer auf lehmigem Grund. Diese  sind vegetationsarm und frei von konkurrierenden Arten und Fressfeinden. Im Raum Karlsruhe sind solche Laichplätze rar und meist nur in Steinbrüchen, Lehm- oder Kiesgruben zu finden. 

Im Spätherbst 2016 wurde mit Zuschüssen der EnBW ein Laichtümpel für Gelbbauchunken in Grünwettersbach ertüchtigt. Dazu wurden die zugewachsenen Uferzonen frisch ausgebaggert und Teile der üppigen Wasservegetation entfernt.

Anfang Mai konnten bereits mindestens 10 verpaarte Gelbbauchunken gesichtet werde; weitere waren zu hören. Kurze Zeit später wurde dann auch Laich, sowie Jungtiere in verschiedenen Entwicklungsstadien beobachtet.

 

Eine ungewöhnlich langanhaltende Trockenperioden im Frühsommer 2017 erschwerte und verzögerte zwar die Laichablage, da große Bereiche des Tümpels austrockneten. Trotzdem waren keine zusätzlichen Bewässerungsmaßnahmen erforderlich.

Bei unseren regelmäßigen Beobachtungen konnten mindestens drei erfolgreiche Reproduktions-Zyklen der Unkenpopulation dokumentiert werden.

 

Das Jahr 2018 war wegen seiner extremen Trockperioden leider kein gutes Vergleichsjahr.
Nachdem der Tümpel im Herbst 2018 wieder von zu stark nachwachsender Vegetation befreit wurde,
werden wir 2019 unsere Beobachtungen fortsetzen, um eine langfristige Enwicklung des Habitats zu dokumentieren.

Bericht: Cornelia Buchta

 

 

 

Update 2019

1. Guter Saisonstart für die Gelbbauchunken in Grünwettersbach

Am Gelbbauchunkentümpel haben die vergangenen heftigen Regenfälle die Paarungs-und Laichaktivitäten der Unken in Fahrt gebracht: am 26.5. waren ca. 20 Unken im gut gefüllten Tümpel, davon etwa 12 adulte (erwachsene), von denen die männlichen Tiere unermüdlich ihre uuup-uuup-uuup Rufe über das Wasser erschallen ließen - der Rest subadulte (noch nicht ausgewachsene) Tiere von letztem Jahr.

Auch Laich war schon in verschiedenen Entwicklungsstadien im Wasser zu finden. Auf dem unten stehenden Bild kann man sogar schon die winzingen Larven innerhalb der schützenden Gelhülle sehen. Nach dem extrem trockenen Sommer 2018 hoffen wir 2019 auf ein feuchteres bzw. ausgewogeneres Jahr, dass den Amphibien besseren Reproduktionsmöglichkeiten bietet.

 

2. Update 5.7.19:

Leider ist nun wieder durch den extrem heißen Juni der Tümpel komplett trockengefallen. Es bleibt nur zu hoffen, dass einige der Larven rechtzeitig die Metamorphose durchlaufen haben, bzw. dass der weitere Sommer noch größere Regenfälle und damit späte Laichaktivitäten bringt.