"Ramsar"-Exkursion

Am 1. Februar 2015 fand zum zweiten Mal eine sogenannte Ramsar-Exkursion statt. An diesem Tag findet der "Welt-Feuchtgebietstag" statt. Ramsar ist keine Abkürzung, sondern der Name der Stadt im Iran, wo 1971 die erste weltweite Konvention zum Schutz der Feuchtgebiete beschlossen wurde. Fast der gesamte Oberrhein zählt zu dieser schützenswerten Kategorie.

Das Bild zeigt die Beteiligten bei Plittersdorf
Das Bild zeigt die Beteiligten bei Plittersdorf
Die Leitung zu dieser grenzüberschreitenden Aktion hatten wiederum Jochen Lehmann und Klaus Lechner übernommen, beide Mitglieder beim NABU und der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft. Treffpunkt war in diesem Jahr der Altrhein bei Plittersdorf. Bei relativ hohem Wasserstand konnten die Besonderheiten dieser Rheinauen gut dargestellt werden. Es konnten auch etliche Vogelarten beobachtet werden, die nur im Winter in dieser Gegend zu Gast sind. Dies betrifft vor allem einige Entenarten. Es ist hierbei immer wieder spannend, was es zu sehen gibt, denn bei hohem Wasserstand verteilen sich die Wasservögel im gesamten Gebiet, während sie sich bei niedrigem Stand beim Damm sammeln und somit leicht beobachtet werden können. Anhand einiger Diagramme bezüglich der Überwinterungszahlen konnte auch verdeutlicht werden, mit welcher Regelmäßigkeit die Vögel hier den Winter überdauern, bzw. welche zusätzlichen Einflüsse hier zum Tragen kommen.

Während der Exkursion flogen immer wieder große Trupps Wacholderdrosseln Richtung Südwest. Insgesamt waren es einige Hundert Vögel. Dies war eine sogenannte Winterflucht, die sich nur ereignet, wenn ein Kälteeinbruch bevorsteht. Dann ziehen sich die Vögel für einige Tage weiter in den Süden zurück.