Wanderfalkenberingung in St. Bernhard

Karlsruher Naturschützer luden zum Event ein

Foto: F. Scholler
Foto: F. Scholler
In der zweiten Maiwuche luden Karlsruher Naturschützer zu einem ganz speziellen Event ein: zur Beringung der Wanderfalken im Turm von St. Bernhard am Durlacher Tor.

Engagierte Vogelschützer, darunter Artur Bossert von der NABU-Gruppe Karlsruhe, Friedemann Scholler  und Franz Logajda von der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW) und die Biologin Julia Schwander  stiegen am Donnerstag, 11. Mai,  auf zum Wanderfalkenhorst im Kirchturm von St. Bernhard. Ihr Ziel war der Nachwuchs in der künstlichen Nisthilfe: Die Falkenküken wurden beringt, gemessen und gewogen und mit einem Spray gegen Federmilben behandelt. So können die Ornithologen den weiteren Lebensweg der Tiere verfolgen.

 

Auf der Ludwig-Wilhelm-Straße direkt unterhalb des Kirchturms standen die Vogel-Fans, die der Einladung in der Lokalpresse gefolgt sind, mit gezücktem Fernglas. Schon beim Aufsteigen der Beringer zum Wanderfalkenhorst schlugen die Altvögel Alarm, mit lautstarken Protestrufen umkreisten sie während der Aktion den Turm, boten also den vielen schaulustigen Interessenten eine einmalige Gelegenheit zur Beobachtung. Dabei erläuterten Artur Bossert und Peter Havelka vom Naturkundemuseum den Beobachtern, was oben oben im Turm vor sich ging und gingen auch auf Fragen nach der Lebensweise von Wanderfalken ein. Etwa eine Viertelstunde dauerte das Spektakel, dann waren die vier Nestlinge beringt.

 

Der Wanderfalkenhorst auf dem Kirchturm von St. Bernhard  ist einer der vielen Tipps des Karlsruher Naturkompasses. Monatlich aktualisierte Tipps laden zum  Beispiel in den kommenden Wochen zur Beobachtung von Dohlen, Laubfrosch oder zu einem Spaziergang auf dem Alten Flugplatz ein.