Vogel- und naturkundliche Führung am Knittelberg

Veranstaltung im Rahmen der "Stunde der Gartenvögel 2017"

Foto: Artur Bossert
Foto: Artur Bossert

Knapp 20 Vogelfreunde trafen sich am 14. Mai in der Früh zur Auftaktveranstaltung der "Stunde der Gartenvögel" in der Grötzinger "Reithohl, dem Zugang zum reizvollen und vielgestaltigen Garten- und Weinberggebiet am Südhang des Malerdorfes.

 

Artur Bossert erläuterte der Gruppe zunächst die Besonderheiten der alten Kulturlandschaft mit ihren teils aufgelassenen Gartengrundstücken, Hohlwegen, Heckenzügen, Wildstaudenflächen und vor allem der Halbtrockenrasen, die sich in wunderbarer blauer Salbeiblüte zeigten.

Entlang eines Höhenweges konnten nun die typischen Vogelarten gehört und beobachtet werden, so u.a. Nachtigall, Gartenrotschwanz, Goldammer, Grünspecht, Gartenbaumläufer, Mönchs-, Garten- und Dorngrasmücke. Leider waren früher regelmäßig zu beobachtende Arten nicht mehr vorhanden - so etwa der Feldschwirl oder der Sumpfrohrsänger. Auch die 15 vom NABU und den Grötzinger Heimatfreunden beschafften Steinkauzröhren sind (noch) nicht bezogen. Der Wendehals war im Frühjahr noch zu hören; vermutlich brütet er aber im Gebiet.

 

Nachdem die Teilnehmer von der Kante des Knittelbergs aus den Blick auf Grötzingen, den Turmberg und die Rheinebene ausgiebig genossen hatten, führte sie Artur Bossert an eine Stelle, wo auf den Resten eines Bunkers regelmäßig Schlingnattern zu beobachten sind - an diesem Morgen wegen der noch kühlen Witterung allerdings noch nicht. Der Knittelberg und die anschließenden Hänge Richtung Weingarten gelten als das beste Schlingnattergebiet in Karlsruhe.

 

Am Schluss der Tour erläuterte der Leiter nochmals, wie man sich an der "Stunde der Gartenvögel" beteiligt und verteilte mitgebrachtes Informationsmaterial an die Teilnehmer, die trotz der nicht so günstigen Bedingungen auch eine Fülle an Informationen über die Vogelwelt des Knittelbergs mitnehmen konnten.