Exkursion zur Stunde der Wintervögel 2020

Bunte Hummel, Foto: M. Klatt
Bunte Hummel, Foto: M. Klatt

 

Der Knittelberg bei Grötzingen ist ein süd- bis westwärts ausgerichtetes Hanggebiet mit Rainen, Feldhecken, Hohlwegen, vielen älteren Obstbäumen in alten Gärten und teils offenen, durch Schafbeweidung freigehaltenen Flächen. Für überwinternde Vögel ein ideales Gelände mit Deckungs- und Nahrungsangebot. So traf sich am Sonntagmorgen des 12. Januar eine Gruppe Vogelbeobachter, um sich auf die Zählaktion zur „Stunde der Wintervögel“ einzustimmen.

 

Unter Leitung von Artur Bossert ging es durch das landschaftlich reizvolle und abwechslungsreiche Gebiet; immer wieder wurde ein Halt eingelegt, um die Umgebung nach den gefiederten Gästen abzusuchen. Und die Beobachter wurden nicht enttäuscht:

 

immerhin 19 Vogelarten konnten in knapp 2 Stunden ausgemacht werden, darunter neben den häufigen Kohl- und Blaumeisen sowie den verschiedenen Finkenarten auch Dompfaff und Kernbeißer, Grün- und Buntspecht sowie ein Schwarm Wacholderdrosseln. Die Sichtung mehrerer Eichelhäher bestätigte die Meldung, dass im Herbst eine große Anzahl dieser Art von Norden nach Deutschland eingeflogen ist, die sich nun auf die Gärten, Wälder und Siedlungen verteilt hat. Auch die Ringeltaube, die sich immer weiter ausbreitet, konnte in mehreren Trupps beobachtet werden. Ein besonderes Erlebnis war auch ein Sperber, der auf der Jagd nach Beute pfeilschnell durch das Dickicht der Feldhecken schoss.

 

 

Angeregte Gespräche der Teilnehmer untereinander, der Austausch von Beobachtungen und manche interessante Information von Artur Bossert über den Knittelberg, dessen besondere Bedeutung für den Naturschutz sowie Wissenswertes zur Vogelwelt rundeten die kleine Exkursion ab.

 

 

 

Artur Bossert

 

13.01.2020