„Lebensraum Kirchturm“:

Auszeichnung für die kath. Kirche St. Stephan in Karlsruhe

Mit Urkunde und Plakette wurde am Sonntag, den 14.07.2013 die zentrale Kirche St. Stephan anlässlich des diesjährigen Kirchenfestes ausgezeichnet.

Vor großem Publikum konnten die NABU-Vorsitzenden Artur Bossert und Willi Geiselmann damit die jahrelangen Bemühungen der Kirchengemeinde und vor allem von Mesner Alexander Kaltwasser um die Ansiedlung und den Schutz der dort brütenden Turmfalken und Dohlen würdigen. Dieser hatte früher bereits an der Basilika zum Heiligen Blut zu Walldürn auf dem Türm fünf Falkenpaare betreut. Nach seinem Wechsel nach Karlsruhe im Jahre 2006 machte er sich sofort in Eigeninitiative daran, hoch oben im Kirchturm von St. Stephan einen Falkenkasten anzubringen – mit großem Erfolg!

Bereits Im März 2007 ist das erste Falkenpaar aufgetaucht. Das erste Gelege mit vier Eiern und der Aufzucht von drei Falken war schon erfolgreich. Die BNN berichteten in ihrer Wochenendausgabe vom 14/15. April. 2008 gab es ein weiteres Gelege von 4 Eiern mit erfolgreichem Schlupf und Aufzucht von vier Falken.

2009 wurde ein Eulenkasten gebaut und im Kirchturm angebracht. Dieser wurde aber nur von Tauben angenommen. 2013 waren zum ersten Mal Dohlen im Kasten. Sie hatten 4 Eier gelegt, wurden aber von Tauben verjagt.

Die weiteren Brutergebnisse waren:

  • 2009: Gelege von fünf Eiern mit erfolgreichem Schlupf und Aufzucht von drei Falken
  • 2010: Gelege von vier Eiern mit Schlupf und Aufzucht von zwei Falken
  • 2011: Gelege von fünf Eiern – dieses Gelege wurde von Krähen, die in der Nähe brüten zerstört – keine Falken in diesem Jahr
  • 2012: Gelege von fünf Eiern mit Schlupf und Aufzucht von drei Falken
  • Am 3.7.13 wurde ein „Findelkind“ – ein aus einem anderen Nest gefallener Jungfalke – zu den drei Falkenküken des Jahres 2013 gesetzt und von den Eltern angenommen.

Herr Kaltwasser lässt es aber damit nicht bewenden: Er will weitere Lebensräume auf dem Turm schaffen wie z.B. für Fledermäuse, Eulen, Dohlen oder Bienen. Die Möglichkeiten hierzu werden derzeit überprüft und gegebenenfalls umgesetzt.

 

 

Wir gratulieren der Kirchengemeinde herzlich zu diesen Erfolgen!